60 Schafe und 1.300 Besucher beim Schäfertag
Bei goldenem Oktoberwetter trafen sich die Allgäuer Schafhalter in Diepolz zum alljährlichen Schäfertag. Mit dabei hatten sie 14 Zuchtgruppen verschiedener seltener Schafrassen wie Weiße, Braune, Schwarze und Gescheckte Bergschafe, Heidschnucken oder Walliser Schwarznasenschafe.
Die wolligen Vierbeiner lockten mehr als 1300 Gäste ins Bergbauernmuseum, darunter auch eine 40-köpfige Gruppe der Pfaffenwinkler Schafhalter. Das Richten der Schafe übernahmen in diesem Jahr Josef Pirchmoser aus Böbing bei Weilheim, Marie-Theres Maurer aus Klais bei Garmisch sowie Schafzuchtberater Georg Zettler. Sie bewerteten verschiedene Tiergruppen jeweils einer Rasse nach drei Kriterien: Wolle, Bemuskelung und äußere Erscheinung der Tiere. Bei der abschließenden Siegerehrung lobte Marie-Theres Maurer die Qualität der ausgestellten Tiere und betonte, dass selten so viele unterschiedliche Rassen bei einer Schafausstellung zusammenkommen.
Ludwig Prinz aus Weiler wurde mit 96 Punkten als Gruppensieger bei den Herdbuchzüchtern und Wollsieger ausgezeichnet. Im Vorjahr war er mit seinen Weißen Bergschafen sogar Bundessieger geworden. Bei den Gebrauchsschafhaltern lag Winfried Satzger aus Mauerstetten mit seinen Braunen Bergschafen auf dem ersten Platz. Den Muttergruppenpreis bekam Johann Ostheimer mit seinen Walliser Schwarznasenschafen und 89 Punkten. Über ihre Preise und Urkunden freuten sich besonders die jungen Nachwuchsschäfer, die im Rahmen des Jungzüchter-Wettbewerbes ihre Lämmer, Schafe und Böcke präsentieren durften.
Beim Publikum sehr beliebt waren außerdem die Hütevorführungen von Peter Vogler, der mit seinen Border-Collies eine Schafgruppe über das Museumsgelände lotste. Eine professionelle Schafschur zeigten Markus Übelhör aus Fischen und Jungschafscherer Jona. Profitiert haben davon die Museumsschafe, die nun wieder frisch "frisiert" übers Gelände spazieren. Vorführungen am Spinnrad, Kinderfilzen, Verkaufs- und Infostände machten das Programm komplett.